Bautzener Kastengurke

Das Saatgut dieser alten Sorte stammt aus der Genbank Gatersleben. Es wurde vom VEN weitervermehrt und wieder in die Gärten der Oberlausitz zurückgeholt. Die Kastengurke wächst auch im Freiland sehr gut, nicht nur im Frühbeetkasten (wie der Name vermuten lässt).

In einem Katalog der Fa. Heinemann, Erfurt, von 1940 (s. Abb. unten) ist die Bautzener Kastengurke aufgeführt, so dass sie in diesen Jahren vermutlich noch weit verbreitet war. Laut der Datenbank „Historisch genutztes Gemüse“ ist sie erstmals in einem Samen-Verzeichnis von Benary 1924 erwähnt. In dieser Datenbank gilt sie als verschollen, wurde aber in der Genbank Gatersleben gefunden und wieder erfolgreich von Hobbygärtnern vermehrt.

Rechte Abbildung: als fast reife Gurke zur Samengewinnung. Man kann nach dem Ausschälen der Kerne immer noch Senfgurken daraus machen!