Bautzener Kastengurke

Das Saatgut dieser alten Sorte stammt aus der Genbank Gatersleben. Es wurde vom VEN weitervermehrt und wieder in die Gärten der Oberlausitz zurückgeholt. Die Kastengurke wächst auch im Freiland sehr gut, nicht nur im Frühbeetkasten (wie der Name vermuten lässt).


Seit dem Juli 2020 ist die Bautzener Kastengurke Passagier der "Arche des Geschmacks" von slow food Deutschland!


In einem Katalog der Fa. Heinemann, Erfurt, von 1940 (s. Abb. unten) ist die Bautzener Kastengurke aufgeführt, so dass sie in diesen Jahren vermutlich noch weit verbreitet war. Laut der Datenbank „Historisch genutztes Gemüse“ ist sie erstmals in einem Samen-Verzeichnis von Benary 1924 erwähnt. In dieser Datenbank gilt sie als verschollen, wurde aber in der Genbank Gatersleben gefunden und wieder erfolgreich von Hobbygärtnern vermehrt.

Rechte Abbildung: als fast reife Gurke zur Samengewinnung. Man kann nach dem Ausschälen der Kerne immer noch Senfgurken daraus machen!

 


Wie alle "alten"Gurkensorten bildet auch die Bautzener Kastengurke bei Streß Bitterstoffe, die vom Stielansatz mehr oder weniger weit in der Gurke wandern. Diese Bitterstoffe sind giftig und sollten nicht verzehrt werden! Entweder die bitteren Stellen ausschneiden bzw. die Gurke verwerfen.

Nur durch sehr aufwändige Erhaltungszüchtung könnte dieser Makel eventuell beseitigt werden.