Kohlrabi „Böhmischer Strunk“

  

Foto: St. Michalk                                                                            Foto: B. Fleischer

Brassica oleracea L. ssp.capitata (L.) DC convar. acephala (DC.) Alef. Var. gongylodes L.

(ursprünglich aus IPK Genbank Gatersleben Akz.-Nr: BRA 1454)

 

Anbau: lange Entwicklungszeit und großer Platzbedarf, Mindestabstandweite 40 x 40 cm

Bildet große walzenförmige Knollen, aber auch diese großen Knollen bleiben noch zart. Ist auch für Winterlagerung und Einmietung zu empfehlen.

Kohlrabis wurden erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, damals hatten alle Sorten einen walzenförmigen Strunk. Erst im 18. Jahrhundert setzten sich die runden Kohlrabi durch, wie wir sie heute kennen. Die alten Sorten wurden als Futter für die Haustiere genutzt. Der Böhmische Strunk wurde in der DDR gern von Kaninchenzüchtern gefüttert. Eigentlich ist es aber viel zu schade darum, dazu ist er viel zu schmackhaft.

Die Vermehrung des Kohlrabi erfordert eine Überwinterung der besten Knollen, da es sich um eine zweijährige Art handelt. Um die guten Eigenschaften zu erhalten, sind immer mehrere (mind. 10 Pflanzen) auszulesen, die dann abblühen, ansonsten droht eine Inzucht-Degeneration. Mehrere Hobbygärtner berichteten bereits über dieses Phänomen. Somit ist ein Hobbyzüchter im Kleingarten doch etwas überfordert. Und auch einen "Blauen Böhmischen Strunk" gab es einmal.

Leider können wir kein Saatgut abgeben!

Lt. Internetrecherche  hier erhältlich.

Aus Mildenau meldete sich jetzt ein Vermehrer des Böhmischen Strunks, der Saatgut abgeben kann. Bei Interesse genügt eine Mail über das Kontaktformular, dann teile ich die Adresse mit.

Hahn Schmidt : Kohl- und Wurzelgemüse- - Arbeiten des Sortenamtes für Nutzpflanzen , Band 2, Deutscher  Bauernverlag Berlin , 1. Aufl. 1951

 

Geschichte des Kohlrabi: Die Herkunft und Zeitpunkt der Entstehung sind unklar. Er ist eine Zuchtsorte des Kohls, bei dem die verdickten Sproßachsen genutzt werden. Damit gehört Kohlrabi zu den Kreuzblütlern.